Dritter Vortrag

GA 139/1912-09-17/p012 ·1912-09-17 · original (original)
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Ich habe öfter angedeutet, wie dann dieser Geist des Elias- Johannes durch seine Impulse weiter wirksam war in der Weltgeschichte. Und da wir als Anthroposophen hier beisammen sind und auch auf okkulte Tatsachen eingehen dürfen, so darf die Sache besprochen werden. Es ist öfter von mir angedeutet worden, daß die Seele des Elias-Johannes wiedererscheint in dem Maler Rafael. Dies gehört zu den Tatsachen, die so recht darauf aufmerksam machen können, wie sich die Metamorphose der Seele vollzieht gerade durch den großen Einschlag, der durch das Mysterium von Golgatha geschieht. Weil in der nachchristlichen Zeit auch eine solche Seele durch das Medium der einzelnen Persönlichkeit in Raffael wirken mußte, deshalb erscheint, man möchte sagen, dasjenige, was in den alten Zeiten so umfassend, so weltumfassend war, in einer so differenzierten Persönlichkeit, wie es Raffael war. Kann man gar nicht empfinden, daß doch dieses wie eine Aura Umschwebende des Elias-Johannes auch bei Raffael da ist, daß auch bei Raffael etwas Ähnliches da ist wie bei den beiden anderen, von dem man sagen kann: es ist zu groß, um in die einzelne Persönlichkeit einzugehen, es umschwebt die einzelne Persönlichkeit, so daß die Offenbarungen, welche diese physische Persönlichkeit empfängt, wie Erleuchtungen wirken? Das ist bei Raffael doch der Fall.

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Cite: GA 139/1912-09-17/p012 · edition original