Vierter Vortrag

GA 139/1912-09-18/p019 ·1912-09-18 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wenn man diese zwei Gestalten sich vor Augen führt, Buddha und Sokrates, so erscheinen sie uns wie zwei verschiedene, polarisch entgegengesetzte Ausgestaltungen der menschheitlichen Evolutionsströmung. Und indem wir nun diese beiden wieder, wie wir gezeigt haben, in einer höheren Einheit verbinden, können wir ein Drittes hinzufügen, bei dem wir es auch mit einer großen Individualität zu tun haben, um die sich Schüler und Jünger versammeln: den Christus Jesus. Wenn wir von diesen Schülern und Jüngern, die sich um ihn versammeln, zunächst seine nächsten Schüler, die Zwölf, ins Auge fassen, so sagt uns insbesondere auch das Markus-Evangelium über das Verhältnis des Meisters zu seinen Schülern mit aller Deutlichkeit etwas, wie wir es eben charakterisiert haben auf einem anderen Gebiet bei Buddha und Sokrates, mit aller möglichen Deutlichkeit. Und der deutlichste Ausdruck, der prägnanteste, der zusammengezogenste Ausdruck, welcher ist es? Es ist der, der uns das Folgende sagt. Der Christus tritt — es wird uns das mehrmals angedeutet - der Menge gegenüber, die ihn hören will. Er spricht zu dieser Menge, spricht zu ihr, wie das Evangelium sagt, in Gleichnissen oder in Bildern. Er deutet das wird ja auch im Evangelium des Markus so großartig und einfach dargestellt - gewisse tief bedeutungsvolle Tatbestände des Weltgeschehens und der Menschheitsentwickelung der Menge an durch Gleichnisse, durch Bilder. Und es wird dann gesagt: Wenn er mit seinen intimen Schülern allein war, so legte er ihnen diese Bilder aus. Es wird uns auch einmal im Markus-Evangelium ein besonderes Beispiel gegeben, wie im Bilde zu der Menge gesprochen wird und wie dann das den intimen Schülern ausgelegt wird.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/139/1912-09-18/p019.json
Cite: GA 139/1912-09-18/p019 · edition original