Fünfter Vortrag
Krishna, in diesem Namen faßt sich in der Tat etwas zusammen, was in der geistigen Entwickelung über viele, viele Jahrtausende der Menschheitsentwickelung hinleuchtet. Und wenn man sich hineinvertieft in all das, was man bezeichnen könnte als die Offenbarung, als die Verkündigung des Krishna, dann sieht man hinauf in erhabene Höhen menschlicher Geistesoffenbarung, denen gegenüber man das Gefühl hat: In bezug auf das, was aus der Offenbarung des Krishna ertönt, in bezug auf alles, was in ihr enthalten ist, kann es überhaupt kaum einen Fortschritt, eine Erhöhung noch geben. Es ist ein Höchstes in seiner Art, was da heraustönt aus der Offenbarung des Krishna. Natürlich fassen wir da vieles in der Person des Krishna zusammen, was auf viele Offenbarer verteilt ist. Aber es ist eben auch da so, daß alles das, was nach und nach im Laufe der Jahrtausende und Jahrhunderte vor ihm sich denen mitgeteilt hat, die die Träger werden mußten in seiner Vorzeit, in ihm, in Krishna, wieder erneuert, zusammengefaßt, zu einem Abschluß gebracht, für sein Volk geoffenbart wurde. Und wenn man die Art nimmt, wie über die göttlichen, über die geistigen Welten, über das Verhältnis der göttlichen und geistigen Welten zur Menschheit, über den Verlauf der Weltenereignisse gesprochen wird aus den Worten des Krishna heraus, wenn man die Geistigkeit nimmt, zu der man sich selbst erheben muß, wenn man eindringen will in den tieferen Sinn der Krishna-Lehre, dann gibt es vielleicht in einer gewissen Art nur eines noch im Verlaufe der Menschheitsentwickelung der späteren Zeit, das sich ein wenig damit vergleichen läßt.
Cite:
GA 139/1912-09-19/p005 · edition original