Fünfter Vortrag

GA 139/1912-09-19/p009 ·1912-09-19 · original (original)
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Man darf das, was von Krishna herüberleuchtet, mit dieser sogenannten neuesten Evolutionsphase des menschlichen Aufstieges in die geistigen Höhen vergleichen; nur ist eben ein bedeutender Unterschied vorhanden. Was uns da entgegenttritt in Fichte, Schelling und Hegel, diesen reifsten Denkern des Christentums, das tritt uns in der vorchristlichen Zeit, so wie es damals sein mußte, bei Krishna entgegen. Denn was ist diese Krishna-Offenbarung? Sie ist etwas, was nachher niemals wiederkommen konnte, was in seiner Höhe hingenommen werden muß, weil es in seiner Art nicht überboten werden kann. Und wer ein Verständnis hat für diese Dinge, der erhält erst einen Begriff, eine Idee von der Stärke des Geisteslichtes, das da zu uns herüberscheint, wenn wir solche Dinge auf uns wirken lassen, die mit jener Kultur zusammenhängen, aus der Krishna hervorgegangen ist. Man muß nur im richtigen Sinne die Dinge auf sich wirken lassen. Wenn man — nur ein paar Proben seien herausgenommen - in einer richtigen Weise auf sich wirken läßt Worte wie diese, sie gehören derBhagavadGita an, wo Krishna spricht, um sein eigenes Wesen anzudeuten, so kommt man zu gewissen Erkenntnissen, Gefühlen und Empfindungen, die wir nachher charakterisieren werden. So sagt Krishna (im zehnten Gesang):

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