Sechster Vortrag

GA 139/1912-09-20/p008 ·1912-09-20 · original (original)
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Nun war das, was an die Menschheit im Laufe der Zeit herangetreten ist, in der Art an sie herangetreten, daß den Menschen, man möchte sagen, langsam und allmählich die Dinge eröffnet worden sind, welche die Summe der Erkenntnis ausmachten. Nicht alle die Strömungen von Volkstümern haben immer den Sinn gehabt für alles zu gleicher Zeit. So sehen wir, daß in derjenigen Evolutionsströmung der Menschheit, welche gerade mit dem Mysterium von Golgatha ablief, in einer gewissen Weise der Sinn fehlt für die Zeit als einen realen Faktor. Dieser Sinn für die Zeit als einen realen Faktor fehlt im Grunde genommen der ganzen morgenländischen Erkenntnis. Ihr ist besonders eigen der Sinn für die Wiederholung des Gleichen. Daher wird auch alles das, was sich geltend macht in bezug auf die Wiederholung des Gleichen, in grandioser Weise erfaßt von der Erkenntnis des Morgenlandes.

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