Sechster Vortrag

GA 139/1912-09-20/p026 ·1912-09-20 · original (original)
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Diesen Ausspruch sollen wir wohl ins Auge fassen. Der Christus Jesus schickt die Apostel an einen einsamen Ort, daß sie ein wenig ausruhen, das heißt, daß sie sich in einen Zustand versetzen, in den man eben kommt, wenn man in die Einsamkeit geht. Und was sehen sie da? Was sehen sie da in einem anderen Zustande? Sie werden geführt zu einer Art von neuem Hellsehen, in das sie dadurch versetzt werden, daß der Geist des Elias-Johannes über sie kommt. Bis dahin hat der Christus ihnen die Gleichnisse ausgelegt, jetzt läßt er über sie kommen ein neues Hellsehen. Und was sehen sie? Sie sehen in umfassenden Bildern die Menschheitsentwickelung, sie sehen die Zukunft, sie sehen, wie allmählich heranrücken zu dem, was der Impuls des Christus ist, die Menschen der Zukunft. Was hier erzählt wird als die zweimalige Brotvermehrung, im Geistigen haben es die Jünger gesehen. Ein hellseherischer Akt ist es. Und als hellseherischer Akt ist er so wie ein anderer hellseherischer Akt: er huscht vorüber zunächst, wenn man seiner ungewohnt ist. Daher verstehen die Jünger ihn so lange nicht.

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Cite: GA 139/1912-09-20/p026 · edition original