Sechster Vortrag

GA 139/1912-09-20/p027 ·1912-09-20 · original (original)
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Das ist es überhaupt, was uns nun in den folgenden Vorträgen immer intensiver beschäftigen wird — am meisten wird es ersichtlich im Markus-Evangelium -, daß die Erzählungen vom äußeren Sinnensein übergehen in Wiedergabe von hellseherischen Momenten und daß wir das Evangelium nur verstehen, wenn wir es vom Gesichtspunkte der geistigen Forschung aus auffassen. Da steht man, sagen wir, in der Zeit, von der die Rede ist, nach der Enthauptung des Johannes, hat auf sich wirken lassen den Christus-Impuls; der steht da in der Welt. Mit dem äußeren Blick der Sinne erscheint einem zunächst der Christus selber als die einsame Persönlichkeit, die nicht viel wirken kann. In den im gegenwärtigen Sinne geschulten hellseherischen Blick tritt die Zeit ein! Der Christus tritt nicht nur unter diejenigen, die damals in Palästina waren, sondern auch unter diejenigen, welche da in allen folgenden Geschlechtern aufgehen werden. Sie alle versammeln sich um ihn, und was er ihnen geben kann, das gibt er für Tausende und aber Tausende. Und so sehen ihn die Apostel, die Zwölf. So sehen sie ihn wirken, von damals ausgehend und durch die Jahrtausende hindurch, wie er geistig den Impuls in alle Perspektiven der Zukunft hineinwirft, wie herbeikommen alle die zukünftigen Menschen. Das schauen sie. Es ist ein Vorgang, wo sie im besonderen Maße im Geiste mit dem Christus verbunden sind.

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