Siebenter Vortrag

GA 139/1912-09-21/p028 ·1912-09-21 · original (original)
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In jenes Zeitalter muß man sich hineinversetzt fühlen, in dem diese Menschen standen, muß empfinden, wie sie beim Herannahen des Mysteriums von Golgatha dastanden, muß sich in sie so hineinfühlen, daß man empfindet, wie noch in ihnen ein dunkler Nachklang der alten Zeiten ist, sie aber so dastehen, daß sie sich begnügen müssen mit dem, was abstrakte Urteilskraft im menschlichen Ich ist, was früher gar nicht dazusein brauchte. Und während in der Folgezeit die Begriffswelt immer reicher und reicher wurde, konnten in der ersten Zeit, als die Begriffswelt herankam, die griechischen Philosophen nur die allereinfachsten Begriffe erfassen. Wie quälen sie sich mit den Begriffen, mit dem abstrakten «Sein»; wie quälen sich zum Beispiel die Philosophen der eleatischen Schule mit dem abstrakten «Sein»! So bereitet sich vor, was die eigentlichen abstrakten Eigenschaften des Ich sind.

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