{"corpus":"steiner","locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Zu Seelen hin, die atmend sich erleben. \nEs fand auf Erden viele gute Menschen, \nDie freudig ihm die Seelenwohnung gaben. \nEs lenkte dieser Seelen Blick zum Vater \nAm Lichtesquell in treuer Liebe hin. \nUnd wenn das Wesen aus dem Menschenmund \nUnd frohem Menschensinne Phantasie \nAls Zauberwort vernahm, dann wüßt' es sich \nIn guten Menschenherzen froh erlebt. \nDoch eines Tages trat zu diesem Wesen \nEin Mann, der ihm gar fremde Blicke warf. \n«Ich lenk' auf Erden Menschenseelen hin \nZum Wahrheitvater an dem Lichtesquell.» \nSo sprach das Wesen zu dem fremden Manne. \nDa sprach der Mann: «Du webst in Menschentgeistern \nNur wilde Träume und betrügst die Seelen.» \nUnd seit dem Tage, welcher dieses sah, \nVerleumden viele Menschen dieses Wesen, \nDas Licht in Atemseelen bringen kann. \n(Es erscheinen in einer Lichtwolke: Philia, Astrid, Luna und \ndie andre Philia) \nPHILIA: \nEs findet die Seele, \nDie trinket das Licht, \nIn Weltengefilden \nSich kräftig erwacht. \nASTRID: \nEs fühlet der Geist, \nDer furchtlos sich weiß, \nIm Welten-Erleben \nSich kraftvoll erstehen. \nLUNA: \nEs wolle der Mensch, \nDer Höhen erstrebt \nIn Gründen des Seins \nSich machtvoll erhalten. \nDIE ANDRE PHILIA: \nEs strebet der Mensch \nZum Träger des Lichts, \nDer Welten erschließt, \nDie fröhliche Sinne \nIm Menschen erquicken. \nBegeistert Bewundern \nEntführet den Geist \nIn Göttergefilde, \nDie leuchtende Schönheit \nIn Seelen erweckt. \nErrungenes tröstet \nGefühle, die wagen \nAn Schwellen zu treten, \nDie strenge behütet \nVor fürchtenden Seelen. \nUnd Stärke, sie findet \nDas reifende Wollen \nDas furchtlos sich trägt \nZu Schöpfergewalten, \nDie Welten erhalten. \n(Vorhang fällt, während noch Benedictus, Capesius, Maria, \nFrau Bälde, Lucifer, Ahriman und die vier Seelengestalten an \nihren Orten sind.)","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Der Hüter der Schwelle — Sechstes Bild","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":261,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["APC1925"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p006"},{"lang":"en","edition":"APC1925","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/14/ga014-3_scene06/p006","paragraph_aligned":true}]}