Untersuchungen Über das Leben Zwischen Tod und Neuer Geburt I

GA 140/1912-10-26/p014 ·1912-10-26 · original (original)
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Damit habe ich sozusagen zwei Zeitepochen geschildert, die für das menschliche Leben nach dem Tode vorhanden sind: die eine Epoche, wo die moralischen, die andere, wo die religiösen Vorstellungen eine Rolle spielen. Dann kommt aber eine dritte, die für jedes menschliche Wesen eine Verdunkelung des Bewußtseins hervorbringen würde, wenn es nicht gewisse Weltmaßnahmen gäbe, welche diese Verdunkelung des Bewußtseins verhindern. Wenn wir nun diese dritte Epoche untersuchen, so müssen wir Rücksicht nehmen auf die Evolution der ganzen Menschheit durch die verschiedenen Entwickelungszyklen hindurch. Durch dasjenige, was sie auf der Erde haben erwerben können, konnten sich die Menschen der vorchristlichen Zeit nichts von dem verschaffen, was ihnen ein Bewußtsein in dieser dritten Epoche nach dem Tode hätte geben können. Daß die Menschen in dieser vorchristlichen Zeit dennoch ein Bewußtsein hatten während dieser dritten Epoche, kam davon her, daß beim Erdbeginn dem Menschen gewisse spirituelle Kräfte gegeben worden waren, die in der Seele eben das Bewußtsein in dieser dritten Epoche nach dem Tode erhalten konnten. Diese Erbstücke, welche die Menschen noch vom Erdbeginne her hatten, wurden aufbewahrt durch die weisen Maßnahmen, die durch die initiierten Führer getroffen worden sind. Wir müssen nämlich durchaus festhalten, daß in den vorchristlichen Zeiten alle verschiedenen Völker der Erde die Einflüsse der Initiationsstätten erhalten haben. Es gab Hunderte von Wegen, auf denen das spirituelle Leben aus den Mysterien in das Volksleben hineinfloß.

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Cite: GA 140/1912-10-26/p014 · edition original