Das Leben Zwischen Dem Tode Und Einer Neuen Geburt I
Hier kommen wir auf eine Tatsache, die außerordentlich wichtig ist für den neueren Okkultismus. Diejenigen Menschen, welche in den Zeiten, bevor sich auf der Erde das Mysterium von Golgatha vollzogen hatte, gelebt haben — im wesentlichen gilt das, was ich jetzt sage, ganz genau nicht —, fanden in der Sonnensphäre sozusagen den Thron Christi und den Christus dort darauf. Sie konnten ihn erkennen, weil die alten Erbstücke von der Gemeinsamkeit aller Religionen in ihnen gelebt haben. Aber dieser Christusgeist ist von der Sonne heruntergestiegen, und im Mysterium von Golgatha ist er sozusagen ausgeflossen in das Leben der Erde. Und indem er da in das Leben der Erde ausgeflossen ist, hat er die Sonne verlassen, und man findet heute zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in der Sonne bloß das Akasha-Bild von dem Christus. Der Thron ist dort nicht eingenommen von dem wirklichen Christus. Wir müssen von der Erde die Vorstellung von dem lebendigen Zusammenhang mit dem Christus mit hinaufbringen, damit wir durch das Akasha-Bild den lebendigen Zusammenhang mit dem Christus haben können. Dann finden wir die Möglichkeit, von der Sonne aus auch den Christus zu haben, die Möglichkeit, daß er alle Kräfte in uns erregt, die wir erregt haben müssen, wenn wir die Sonnensphäre in der richtigen Weise durchwandern sollen.
Cite:
GA 140/1912-11-26/p018 · edition original