Das Leben Zwischen Dem Tode Und Einer Neuen Geburt I
Was aber sind wir da, indem wir uns mit diesem Keim verbinden? Das sind wir, was wir geschildert haben zwischen Tod und neuer Geburt. Aber wir haben die Kräfte des ganzen Kosmos aufgenommen. Draußen in der größten Ausdehnung haben in unser Wesen die Kräfte des ganzen Kosmos hereingewirkt. Während wir beim Hinausentwickeln das, was an uns herandringen kann, um so mehr aufgenommen haben, je besser wir uns dazu vorbereitet haben, und unser Karma präpariert wird durch die Art, wie wir zusammengelebt haben mit den Menschen, die wir getroffen haben, bilden sich in uns dadurch, daß wir nach dem Tode mit ihnen zusammenleben, die Kräfte aus, die durch Karma in einem neuen Erdenleben diese Dinge ausgleichen. Daß wir als ein Mensch erscheinen, daß wir imstande sind, innerlich Karma zu haben, welches zugleich die kosmischen Kräfte in sich aufnimmt, das hängt aber davon ab, daß wir in einer bestimmten Zeit zwischen Tod und einer neuen Geburt die Kräfte des ganzen Kosmos aufnehmen. Und wenn ein Mensch hereingeboren wird in die physische Welt, dann hat sich mit dem physischen Menschenkeim das verbunden, was bis ins kleinste zusammengezogen ist, aber herein sich geholt hat aus einer riesenhaften Vergrößerung die Kräfte des ganzen Kosmos. Wir tragen eben den ganzen Kosmos in uns, wenn wir uns auf der Erde wieder verkörpern. Und in einer gewissen Beziehung dürfen wir sagen: Wir tragen diesen Kosmos so in uns, wie er sich vereinigen kann, wie er sich richtig vereinigen kann mit dem, was wir beim Hinauswandern, beim uns Ausdehnen in die Sphären nach unserem früheren Erdendasein in der Seele als Stimmung mitgebracht haben.
Cite:
GA 140/1912-11-26/p021 · edition original