{"corpus":"steiner","locus":"GA 140/1912-11-26/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das, was das Mysterium von Golgatha vorbereitet hat, ist in unserem Menschheitszyklus notwendig, damit der Mensch in der richtigen Weise in die Sonnensphäre sich hineinleben kann zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Das, was die Geistesforschung in Wirklichkeit zu leisten hat, ist das, daß der Mensch nun auch noch weiter über die Sonnensphäre hinauszuwachsen in der Lage ist mit jenem allgemein menschlichen, geistig geselligen Bewußtsein, das da notwendig ist. Für die Sonnensphäre genügt der empfindungsgemäße Zusammenhang mit dem Mysterium von Golgatha. Damit aber das, was allgemein menschliches Verständnis und allgemein menschliches Fühlen gibt, auch über die Sonnensphäre hinaus bleibt für die Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, ist eben notwendig, daß wir in geisteswissenschaftlicher Weise die Beziehungen der einzelnen Religionen zueinander verstehen, die Entwickelung der einzelnen religiösen Impulse; daß wir nicht aufwachsen in einem eng umgrenzten religiösen Bekenntnis mit den Empfindungsnuancen desselben, sondern daß wir die Möglichkeit gewinnen, für jede Seele, gleichgültig, was sie glaubt, Verständnis zu haben, wie auch sonst die Seelen sind. Eines erfüllt sich als das, was, wie man sagen kann, mit dem Christus-Impuls zusammenhängt für alle Seelen der Erdenentwickelung, eines erfüllt sich insbesondere zwischen dem Tode und einer neuen Geburt — das, was in den Worten liegt: «Wo zwei in meinem Namen vereinigt sind, bin ich mitten unter ihnen.» Und in diesem Ausspruch knüpft der Christus das Vereinigtsein von Zweien nicht an diesen oder jenen Glauben, sondern bloß an die Möglichkeit, daß er unter ihnen ist, indem sie in seinem Namen vereinigt sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das Leben Zwischen Dem Tode Und Einer Neuen Geburt I","site_heading":null,"date":"1912-11-26","location":null,"word_count":250,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/140/1912-11-26/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/140/1912-11-26/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/140/1912-11-26/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}