Einiges über die Technik des Karma im Leben nach dem Tode

GA 140/1912-12-15/p007 ·1912-12-15 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Ja, beim Denken fühlen wir, daß das mit etwas zusammenhängt, von etwas abhängt; beim Wollen fühlen wir ebenfalls, daß wir abhängen; beim Fühlen aber sind wir ganz in uns selber. Da leben wir sozusagen ganz in unserer Seele drinnen. Warum ist das so? Weil unser Gefühl letzten Endes gerade ein Spiegelbild einer sehr, sehr jenseits unseres Bewußtseins liegenden Kraft ist. Die Gedanken müssen wir so ansehen, daß sie Abbilder sind dessen, was sie darstellen. Das Wollen müssen wir so entfalten, daß es zum Ausdruck bringt, was unsere Verpflichtung ist. In dem Fühlen dürfen wir das frei leben, was uns zur Seele spricht, weil das Fühlen eine Spiegelung ist, okkult gesehen, desjenigen, was allerdings nicht in unser Bewußtsein hereintritt, was aber jenseits unseres gewöhnlichen Bewußtseins liegt und unmittelbar Göttlich-Geistiges ist. Man kann sagen: Durch das Denken und das Wollen suchen Götter den Menschen zu erziehen; im Fühlen lassen uns Götter, wenn auch auf geheimnisvolle Weise, an ihrem eigenen Wirken, an ihrem eigenen Schaffen teilnehmen. Im Fühlen ist es auch so, daß wir in unserer eigenen Seele etwas gegenwärtig haben, woran die Götter selber ihren Gefallen haben.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/140/1912-12-15/p007.json
Cite: GA 140/1912-12-15/p007 · edition original