Einiges über die Technik des Karma im Leben nach dem Tode
Wir wissen ja, daß wir unmittelbar, nachdem wir durchschritten haben die Pforte des Todes, das sogenannte Kamaloka durchmachen, das heißt jene Zeit, in der wir noch enger zusammenhängen mit unserm Fühlen, unseren Affekten, mit all unserm Seelenleben unserer letzten Erdenverkörperung. Allmählich befreien wir uns von diesem Zusammenhang. Wir haben ja nicht mehr den physischen Leib, nachdem wir durch die Pforte des Todes geschritten sind. Aber wenn wir auch den physischen und den Ätherleib abgelegt haben, unser Astralleib hat alle Eigentümlichkeiten, die er hier auf Erden hatte; und diese Eigentümlichkeiten, die dieser Astralleib hat, weil er in einem physischen Leibe gewirkt hat, die muß er ablegen. Dazu braucht er eine gewisse Zeit, und das ist die Kamalokazeit. Nach dieser Kamalokazeit durchlebt er dasjenige, was wir die geistige Welt oder das Devachan genannt haben. Wir haben es in unseren Schriften mehr, man möchte sagen, nach dem charakterisiert, was der Mensch erlebt durch die verschiedenen Elemente, die sich um ihn herum ausbreiten. Wir wollen jetzt von einer andern Seite die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt betrachten. Und zwar wollen wir dies zunächst einmal im allgemeinen charakterisieren.
Cite:
GA 140/1912-12-15/p010 · edition original