Einiges über die Technik des Karma im Leben nach dem Tode
Und in den nächsten Zeiten, wenn Kamaloka zu Ende ist, lebt sich der Mensch noch in größere Räume ein. Immer weiter dehnt er sich aus. Wenn der Mensch so weit sich ausgedehnt hat, daß Kamaloka zu Ende geht und er sozusagen ausgedehnt ist über einen Himmelsraum, der so groß ist, daß die Mondbahn ihn begrenzen würde, dann ist innerhalb dieses ausgedehnten Raumes, den der Mensch zu durchmessen hat nach dem Tode innerhalb der Kamalokazeit, da ist zurückgeblieben — wie vom Menschen abgestreift — alles dasjenige, was der Mensch jemals während seines Erdenlebens so begangen hat, daß es ausdrückt seinen rechten Hang zum Erdenleben, seine Sehnsucht, seine Leidenschaft zum Erdenleben. Alles das muß der Mensch durchmachen, aber alles das muß er auch zurücklassen in der Mondsphäre oder im Kamaloka. Wenn der Mensch also weiterlebt nach dem Tode und sich später zurückerinnert an diese Mondensphäre, so wird er da eingeschrieben finden alles, was er hier hatte an sinnlichen Affekten und Leidenschaften, an all das, was im Seelenleben sich entfaltet, wegen dessen er sich sympathisch zur Körperlichkeit hingezogen fühlt. Das alles läßt er zurück in der Mondensphäre. Da bleibt es; der Mensch kann es nicht so schnell wieder ausstreichen. Der Mensch nimmt es auch mit als Kraft, aber es bleibt in der Mondensphäre eingeschrieben. So daß sozusagen unser Schuldkonto, eines jeden Menschen Schuldkonto in der Mondensphäre eingeschrieben bleibt.
Cite:
GA 140/1912-12-15/p012 · edition original