Einiges über die Technik des Karma im Leben nach dem Tode
Dann dehnen wir uns weiter aus. Wenn wir uns weiter ausdehnen, kommen wir in eine zweite Region, die der Okkultismus die Merkursphäre nennt. Es ist hier nicht möglich, genauer einzugehen auf eine Zeichnung der Sache, aber wir wollen einmal zunächst diese Dinge so betrachten ohne Zeichnung. Die Merkursphäre ist eine Sphäre, die größer ist als die Mondsphäre. Wenn wir uns in diese Sphäre hineinleben wollen nach dem Tode, so tun wir das als Menschen in der verschiedensten Weise. Der eine Mensch — das kann man genau untersuchen mit den entsprechenden Mitteln der Geisteswissenschaft —, der eine Mensch, der unmoralisch oder moralisch niedrig gestimmt war, lebt sich in diese Merkursphäre in ganz anderer Weise ein als der Mensch, der moralisch gestimmt ist. Der erstere kann in dieser Merkursphäre, das heißt in der Zeit, die nach der Kamalokazeit kommt in der Art, wie wir es früher gesagt haben, nicht diejenigen Menschen finden, welche mit ihm oder vor ihm oder bald nach ihm ebenfalls den physischen Plan verlassen haben und auch in der geistigen Welt sind. Also er lebt sich so in die geistige Welt hinein, daß er diejenigen, die ihm lieb waren, mit denen er zusammen sein möchte, doch nicht finden kann. Er wird ein Einsiedler der geistigen Welt, der Merkursphäre, der hier auf Erden unmoralisch gestimmte Mensch. Der moralisch gestimmte Mensch wird aber das, was man nennen kann ein geselliges Wesen. Er findet dort vor allen Dingen diejenigen Menschen, die ihm auf Erden nahegestanden haben als Seelenwesen.
Cite:
GA 140/1912-12-15/p013 · edition original