Zwischen Tod und neuer Geburt

GA 140/1913-01-21/p018 ·1913-01-21 · original (original)
Record: listeners' notes. This text is a newspaper's or a listener's report of the lecture, not a transcript. The wording is the reporter's: do not quote it as Steiner's own words. Evidence: «Hörernotizen». The unit's own header line in the edition served.

Den Schlaf zu erklären, bemühen sich die Leute viel. Schlaf wäre ein Ermüdungszustand, Schlaf sei da, um Ermüdung fortzuschaffen. Schlaf ist aber kein Ermüdungszustand, denn ein kleines Kind schläft am meisten. Schlaf ist etwas, was sich eingliedert in das Gesamtleben, in den Rhythmus von Einschlafen und Aufwachen. Wie wir zur Winterzeit die Natur hinsterben sehen, so stirbt etwas ab in uns, während wir leben und wachen. — Wenn wir durch die Pforte des Todes gegangen sind, lassen wir unseren physischen und Ätherleib zurück: da könnten uns Ich und astralischer Leib erscheinen wie Sonne und Mond, die nichts zu bescheinen haben. In der Tat ist jedoch der Zustand möglich, daß Ich und astralischer Leib fortleben, auch wenn sie nichts bescheinen können. Wenn sie in den Leib untertauchen, wird Bewußtsein hervorgebracht; in der geistigen Welt muß der Mensch auch in etwas untertauchen, daß er bewußt werde, sonst wäre er ohne bewußtes Leben.

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Cite: GA 140/1913-01-21/p018 · edition original