Das Leben nach dem Tode

GA 140/1913-05-13/p012 ·1913-05-13 · original (original)
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Wenn der Seher dagegen Seelen aufsucht, die in der physischen Welt andere Seelen zurückgelassen haben, die hier auf Erden das geistige Leben pflegen, wie zum Beispiel die Geisteswissenschaft, dann findet er, daß diese Seelen nach dem Tode solche anderen Seelen wahrnehmen und mit ihnen Umgang haben können im Leben nach dem Tode. — Die sogenannten Toten brauchen die Lebenden, denn sonst würden sie nichts anderes auf Erden schauen können als sich selbst, das heißt ihr eigenes abgelaufenes Leben. Darauf beruht die Wohltat, die wir den gestorbenen Seelen erweisen können, wenn wir ihnen geistig vorlesen — nicht laut, sondern in Gedanken, während wir zugleich die Toten in Gedanken vor uns haben. Wir können in dieser Weise verschiedenen Toten zu gleicher Zeit vorlesen, sei es mit oder ohne Buch, und ihnen damit eine große Wohltat erweisen. Die Gedanken aber müssen auf etwas Geistiges Bezug haben; anderes hat für den Toten keine Bedeutung. Durch diese Gedanken schaffen wir dem Toten eine Außenwelt, etwas, was er wahrnimmt. Chemische Gesetze und so weiter zu denken hat gar keinen Sinn, da diese Gesetze keine Bedeutung haben für die geistige Welt.

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Cite: GA 140/1913-05-13/p012 · edition original