{"corpus":"steiner","locus":"GA 140/1913-05-13/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nehmen wir ein Beispiel. Es gibt Wesenheiten, die man Bodhisattvas nennt, hohe, vorgerückte menschliche Wesenheiten, die sich immer wieder auf Erden verkörpern, bis sie zum Buddha-Dasein aufgestiegen sind. Solange ein Bodhisattva in seinem physischen Leibe ist, lebt er als Mensch unter Menschen, als geistiger Wohltäter der Menschen. Aber schon hier auf Erden hat er eine besondere Aufgabe, nicht nur die in Leibern Lebenden zu lehren, sondern er lehrt auch die Toten, ja auch sogar Wesenheiten der höheren Hierarchien. Das rührt davon her, daß der Inhalt der irdischen Theosophie nur auf Erden erlangt werden kann, in einem physischen Leibe. Dann kann sie in der geistigen Welt gebraucht werden, aber erworben muß sie werden in einem physischen Leibe. Nur ausnahmsweise können Bodhisattvas andere Wesen nach dem Tode weiterbringen, die schon hier den Funken des geistigen Lebens aufgenommen haben. Durch die geistige Welt selber entsteht nicht Theosophie; sie entsteht nur auf Erden und kann dann durch die Menschen in die geistige Welt hinaufgetragen werden. Das ist zu verstehen, wenn man bedenkt, daß zum Beispiel die Tiere alles auf Erden schauen so wie die Menschen, aber es nicht verstehen können. So können die übersinnlichen Wesen die übersinnliche Welt nur schauen, aber nicht verstehen. Begriffe und Ideen von der übersinnlichen Welt können nur auf Erden entstehen und strahlen von dort wie ein Licht auf die geistige Welt aus. Daraus versteht man so recht die Bedeutung der Erde. Sie ist nicht bloß eine Durchgangsstufe oder ein Jammertal, sondern sie ist da, damit hier ein geistiges Wissen entwickelt werden kann, das dann hinaufgetragen werden kann in die geistigen Welten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das Leben nach dem Tode","site_heading":null,"date":"1913-05-13","location":null,"word_count":262,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/140/1913-05-13/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/140/1913-05-13/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/140/1913-05-13/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}