{"corpus":"steiner","locus":"GA 140/1913-10-10/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"In der herzlichsten Weise erwidre ich den lieben Gruß, der soeben von Ihrem Vertreter ausgesprochen worden ist. Und überzeugt bin ich, daß diejenigen Freunde, die mit mir hier in diese Stadt heraufgekommen sind, um mit unseren Bergener Freunden anthroposophisches Leben zu pflegen, herzlich einstimmen in diese Begrüßung. Es ist ja zweifellos schön gewesen bei der Herfahrt über die uns so freundlich und so großartig anmutenden Berge, und ich glaube, daß unsere Freunde sich in der alten hanseatischen Stadt wohl fühlen werden in den Tagen, in denen sie hier sein können. Nicht nur hat uns das Menschenwunderwerk der Bahn, mit welcher wir gefahren sind, in intimer Weise gerade in dieser Gegend den Eindruck nahebringen können, den man in anderen Gegenden Europas wenig hat, daß, unmittelbar zusammengedrängt, uns entgegentrat menschliche energische Schaffenskraft in der ursprünglichen Natur: wenn man sieht, wie Steine, die notwendig gebrochen werden mußten, um so etwas zustande zu bringen, wie es der menschliche Geist heute zustande bringt, unmittelbar neben den anderen liegen, die die Natur aufgetürmt hat, dann kommen Eindrücke, die wahrhaftig den Besuch eines solchen Landes zu dem Herrlichsten machen können, das man heute unternehmen kann. In dieser alten Stadt werden die Freunde die Tage, an denen wir hier sein dürfen, schön durchleben und sie besonders in Erinnerung bewahren durch diesen erhabenen Hintergrund des Aufenthaltes. Es werden Tage des Andenkens sein. Insbesondere aber werden sie das sein aus dem Grunde, weil wir uns durch den äußeren, physischen Augenschein überzeugen durften, daß wir auch hier in dieser Gegend anthroposophische Herzen finden können, die mit uns zusammenschlagen in dem Erstreben der geistigen Schätze der Menschheit. Gewiß werden sich die Besucher dieser Stadt noch enger, noch lieber, noch teurer verbunden glauben mit denen, die uns hier so lieb aufgenommen haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten","site_heading":null,"date":"1913-10-10","location":null,"word_count":289,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/140/1913-10-10/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/140/1913-10-10/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/140/1913-10-10/p004","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1913-10-10_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}