Die Umwandlung Menschlich-Irdischer Kräfte Zu Kräften Hellseherischer Forschung

GA 140/1913-10-11_02/p008 ·1913-10-11 · original (original)
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Am hinderlichsten sind den Menschen, um in die geistigen Welten zu dringen, gewisse Kräfte, welche gewöhnlich überhaupt gar nicht beachtet werden. Ich habe jetzt zweierlei von den Kräften angeführt, welche den Menschen befähigen, hellsehend hineinzublicken in die geistigen Welten. Auf die Kräfte, die heute verwendet werden zur Ausbildung der grauen Gehirnsubstanz, habe ich hingewiesen; jene Kräfte aber, die den Menschen befähigen, rückzublicken auf frühere Erdenleben, sind die Kräfte, die mit der Ausbildung der Sprache zu tun haben. Es gibt aber noch Kräfte, die den Menschen befähigen, mehr im einzelnen zu sehen, was zwischen Tod und neuer Geburt liegt, in Einzelheiten zu sehen, was der einzelne Mensch da tut. In der «Geheimwissenschaft» findet man mehr das Allgemeine. Das ist aber wieder etwas anderes: wirklich hineinzusehen in die geistige Welt; dazu sind wieder andere Kräfte notwendig, die man kaum beachtet im Leben. Es gibt etwas, zu dem der Mensch sehr viel Kräfte verwenden muß: das ist, daß er sein Leben lang nicht auf allen vieren kriecht, sondern im jugendlichen Lebensalter dazu kommt, sich aufzurichten. Die Kräfte, die den Menschen zum vertikalen Wesen machen, sind Kräfte, die denjenigen, der eingedrungen ist in die geistige Welt, mit ganz besonderer Ehrfurcht erfüllen. Zuzuschauen, wie ein Kind gehen lernt, das schließt für den, der hellsichtige Forschung anstellt, ein wunderbares Mysterium ein. Die Kräfte, die man verwendet, um sich aufzurichten als Kind, die lassen übrig — aber man berücksichtigt dieses Überbleibsel zu wenig —, die lassen übrig diejenigen Kräfte, die einen befähigen, hineinzuschauen in die Welt zwischen Tod und neuer Geburt. Wenn man es nämlich dahin bringt — es gibt dazu noch andere Wege, aber dieses ist ein Weg -, sich zu erinnern, wie man gehen gelernt hat, was man da für Anstrengungen gemacht hat: dann entdeckt man in sich die Kräfte, die man erspart hat in seinem Ätherleib. Denn dieser muß sich namentlich dabei anstrengen. Wenn man diese Kräfte in sich sucht, die man dazumal erspart hat — sie sind noch in allen Menschen vorhanden -, dann kann auf diesem Wege vieles herausgeholt werden aus dem Menschen, was ihn befähigt, in das Leben, das verflossen ist zwischen seinem letzten Tod und seiner Geburt, zurückzusehen.

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