{"corpus":"steiner","locus":"GA 141/1912-11-05/p026","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es ist notwendig, daß wir uns solches in treuer Liebe zur Wahrheit gestehen. Das erfordert von uns, daß wir uns wirklich vertiefen in das lebendige Leben und Weben des Anthroposophischen und vor allen Dingen auch das berücksichtigen, was wie eine Einleitung heute gesagt worden ist: Handeln in der geistigen Welt setzt Gemütsruhe voraus, sich würdig erweisen dem Begnadetsein; Erkennen setzt voraus tätig sein. Daraus wird es Ihnen auch verständlich sein, daß wir in der Zeit zwischen dem Tode und der neuen Geburt, wenn wir einem anderen Wesen gegenüberstehen, durch unsere Tätigkeit, die wir dann entfalten, erkennen können, ob wir ihm Liebe entzogen haben oder ob wir ihm etwas getan haben, was wir nicht hätten tun sollen. Aber die Ruhe, die notwendig ist, um die Korrektur eintreten zu lassen, jene Gemütsruhe der Seele, die können wir in diesem Zeitpunkt noch nicht entfalten. Wir werden im Laufe der Wintervorträge auch jene Zeit zwischen dem Tode und der neuen Geburt charakterisieren, wann im natürlichen Verlaufe des Lebens zwischen dem Tode und der neuen Geburt das eintritt, daß der Mensch Bedingungen zur Veränderung einer solchen Sache eintreten lassen kann, das heißt mit anderen Worten, eine Art Aufbau seines Karma bewirken kann. Wir müssen aber in einer ruhigen Weise auseinanderhalten den Zeitpunkt, den wir gerade jetzt betrachtet haben, und die folgenden Zeiten, die andere Aufgaben haben und die wir noch betrachten werden für die Zeit zwischen dem Tode und der neuen Gebutt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-11-05","location":null,"word_count":237,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/141/1912-11-05/p026","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/141/1912-11-05/p026"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/141/1912-11-05/p026","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}