{"corpus":"steiner","locus":"GA 141/1912-11-05/p029","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"In dieser Weise treten die Korrekturen ein für die Irrtümer und Fehler, welche die Seele sich im Erdenleben beilegt. Irrtümer und Fehler werden auf dem physischen Plan durch sich selbst korrigiert; Irrtümer und Fehler bedeuten aber in dem Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt Tatsachen! Was wir hier denken, bedeutet eine Tatsache in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Es bedeutet das Denken schon eine Tatsache bei der Initiation. Ein fehlerhafter Gedanke bei der Initiation, wenn man ihn wirklich zu schauen vermag, der steht da nicht nur in all seiner Häßlichkeit, sondern mit all dem Zerstörerischen, das er in sich schließt. Von manchem Gedanken, der innerhalb dieser oder jener agitatorischen Bewegung verbreitet wird, würden sich die Menschen wahrhaftig bald abwenden, wenn sie nur eine Ahnung bekommen könnten, was er als Tatsache, als zerstörerische Tatsache bedeutet. Dies gehört nämlich auch zum Martyrium der Initiation, daß sich die Gedanken’ um uns herumgruppieren und dastehen wie verfestigte, ich möchte sagen, wie vereiste Massen, an denen wir, solange wir uns außer dem Leibe verhalten, nicht rütteln können. Haben wir einen falschen Gedanken gefaßt und treten wir aus dem Leibe heraus, so ist er da, dann können wir ihn nicht ändern. Dazu müssen wir erst wieder in den Leib zurück. Es bleibt uns zwar die Erinnerung, aber auch der Initiierte kann ihn nur innerhalb des physischen Leibes korrigieren. Aber draußen ist er wie ein Berg, der da ist. Der ganze Ernst des tatsächlichen Lebens kann nur auf solche Weise zutage treten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-11-05","location":null,"word_count":249,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/141/1912-11-05/p029","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/141/1912-11-05/p029"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/141/1912-11-05/p029","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}