{"corpus":"steiner","locus":"GA 141/1912-11-05/p030","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn das gesagt ist, kann es auch verständlich sein, daß für gewisse Ausgleichungen des Karma das Zurückkehren in den physischen Leib notwendig ist. Die Fehler treten uns in dem Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt wohl entgegen; aber was als Irrtum da war, das hat man im physischen Leibe zu korrigieren. So wird wieder im nächsten Leben ausgeglichen, was im früheren geschehen ist. Aber was in aller Stärke und in aller Fehlerhaftigkeit erkannt werden muß, das steht zunächst unwandelbar da, wie die Dinge, schon nach einem Ausspruche Homers, im geistigen Reiche sind. Die Dinge, die wir da erkennen aus der spirituellen Welt heraus, sie sollen dann als Empfindungen, als Gefühle in unsere Seele hereintreten. Sie werden schon Gefühle und sie werden dann der Grund, um das Leben in einer neuen Weise anzuschauen. Eine monistische Sonntagspredigt kann mancherlei moralische Grundsätze zeigen. Ändern werden sich dadurch - das wird die Zeit zeigen — die Menschen recht wenig, weil durch die Art und Weise, wie da gesprochen wird, die Begriffe nicht geeignet sind, um die Menschenseele real zu ergreifen. Dazu bedarf es der realen Stärke der Begriffe. Und die Begriffe erhalten die reale Stärke, wenn wir wissen: Was an deinem Karma lastet, das tritt dir nach dem Tode eine gewisse Zeit hindurch in aller Unmittelbarkeit entgegen. Du schaust, was an deinem Karma lastet, aber es bleibt so. Du kannst es jetzt nicht ändern, du kannst dich nur vertiefen, daß du es unmittelbar mit deiner Natur vereinst!","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-11-05","location":null,"word_count":245,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/141/1912-11-05/p030","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/141/1912-11-05/p030"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/141/1912-11-05/p030","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}