Neunter Vortrag

GA 141/1913-03-04/p005 ·1913-03-04 · original (original)
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Wir wissen, daß der Mensch, wenn er durch dieses Leben in der übersinnlichen Welt durchgegangen ist und durch eine neue Geburt wieder ins Dasein tritt, in einer gewissen Weise der Selbstaufbauer seiner Leiblichkeit, ja seines ganzen Geschickes in dem nächsten Leben wird. Innerhalb gewisser Grenzen formt und baut der Mensch seinen Leib bis in die Windungen seines Gehirns sich auf mit den Kräften, die er sich aus den geistigen Welten mitzubringen hat, wenn er durch die Geburt neuerdings ins physische Dasein tritt. Und hier im physischen Dasein hängt ja unser ganzes Leben davon ab, daß wir solche Formen, solche Ausgestaltungen unseres physischen Leibes haben, durch die wir mit der äußeren physischen Welt in Beziehung treten können, durch die wir in dieser äußeren physischen Welt handeln, uns betätigen können, ja, durch die wir in dieser äußeren physischen Welt denken können. Denn wenn wir hier in der physischen Welt nicht das entsprechend zugeformte Gehirn haben, welches wir uns, durchgehend durch die Geburt, aus den Kräften der übersinnlichen Welt heraus formen, so bleiben wir ja unzulänglich für das Leben in der physischen Welt. Wir sind für dieses Leben in der physischen Welt nur dann zulänglich, wenn wir uns solche Kräfte aus der geistigen Welt mitbringen, durch die wir uns einen dieser physischen Welt mit allen ihren Forderungen gewachsenen Leib aufbauen können. Die Kräfte, die übersinnlichen Kräfte, welche der Mensch braucht, um an seinem Leib und auch an seinem Schicksal zu formen, sie erhalten wir von jenen Wesenheiten und Kräften der höheren Hierarchien, mit denen wir zwischen Tod und neuer Geburt in Zusammenhang kommen. Was wir zum Aufbau unseres Lebens brauchen, das müssen wir uns also erwerben in der Zeit, die unserer Geburt vorangegangen ist seit dem letzten Tode. Wir müssen sozusagen zwischen dem Tode und der nächsten Geburt Schritt für Schritt an die entsprechenden Wesenheiten herantreten, die uns bescheren können, uns übergeben können die Kräfte, die wir dann, wenn wir wieder ins physische Dasein getreten sind, zu unserem Leben brauchen.

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Cite: GA 141/1913-03-04/p005 · edition original