Neunter Vortrag

GA 141/1913-03-04/p019 ·1913-03-04 · original (original)
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Wenn der Seher den Blick in die übersinnliche Welt hinaufrichtet, wo sich die Seelen nach dem Tode aufhalten, so findet er dort Seelen, welche in einem gewissen Abschnitte dieses Lebens zwischen "Tod und neuer Geburt - man macht ja in diesem langen Zeitraume viele Erlebnisse durch, und es können bei solchen Beschreibungen immer nur Teile geschildert werden — Diener sind derjenigen Mächte, die wir nennen die Herren alles gesunden, sprießenden und sprossenden Lebens auf der Erde. Wir finden unter den verstorbenen Menschen durchaus solche, welche eine gewisse Zeit hindurch in der übersinnlichen Welt mitwirken an der wunderbaren Aufgabe - denn es ist eine wunderbare Aufgabe -, in die physische Welt hineinzugießen, hineinzuträufeln alles, was die Wesen der Erde in ihrer Gesundheit fördern kann, was sie zum Blühen und Gedeihen bringen kann. Wie wir durch gewisse Bedingungen Diener der bösen Mächte von Krankheit und Unglück werden können, so können wir Diener werden derjenigen geistigen Wesenheiten, welche Gesundheit und Wachstum befördern, die in unsere Welt blühendes Leben befördernde Kräfte aus der geistigen Welt hereinsenden. Denn das ist ja nur ein materialistischer Aberglaube, daß die physische Hygiene, die äußeren Einrichtungen allein das Gesundheitfördernde sind. Alles, was im physischen Leben geschieht, wird dirigiert durch die Wesenheiten und Mächte der höheren Welten, die ihre Kräfte fortwährend in die physische Welt hineinsenden, sie hineinträufeln, die Kräfte, die in einer gewissen Weise frei wirken, oder auf Menschen oder andere Wesen wirken als Gesundheit fördernde oder als Gesundheit und Wachstum schädigende. — Leitend in bezug auf diese Vorgänge in Gesundheit und Krankheit sind gewisse geistige Mächte und Wesenheiten. Aber der Mensch wird im Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt Mitarbeiter dieser Mächte; und wir können, wenn wir uns in der richtigen Weise dazu vorbereitet haben, die Seligkeit genießen, daran mitzuarbeiten, die Gesundheit und Wachstum fördernden Kräfte aus den höheren Welten in diese unsere physische Welt hineinzuträufeln. Und wenn der Seher verfolgt, wodurch sich solche Seelen dies verdient haben, so merkt er: Im physischen Erdenleben können die Menschen in zweifacher Art das vollbringen und denken, was sie vollbringen und denken wollen.

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Cite: GA 141/1913-03-04/p019 · edition original