Neunter Vortrag
Diese Auseinandersetzungen, die an das anknüpfen, was über das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verlaufe dieses Winters gegeben worden ist, sind mit dem Ziele und der Perspektive gesagt, zu zeigen, wie Anthroposophie dem Menschen nur etwas Halbes ist, wenn sie eine Theorie und eine äußere Wissenschaft bleibt, wie sie erst dann das ist, was sie sein soll, wenn sie wie ein Lebenselixier die Seelen durchdringt, so daß die Seelen vollkommen darleben, was an den Menschen empfindungsgemäß herantritt, wenn er zu den höheren Welten in ein Erkenntnisverhältnis tritt. Der Tod, er tritt dann für den Menschen nicht so auf wie etwas, was persönliche menschliche Verhältnisse zerstört. Der Abgrund zwischen dem Leben hier auf der Erde und dem Leben nach dem Tode wird überwunden, viele Tätigkeiten werden sich in der Zukunft entfalten, die unter diesem Gesichtspunkte vollzogen werden. Hereinwirken werden die Toten ins Leben, die Lebenden in das Reich der Toten.
Cite:
GA 141/1913-03-04/p030 · edition original