Vierter Vortrag

GA 142/1912-12-31/p030 ·1912-12-31 · original (original)
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In solchen Zeiten des Übergangs von einer Form des Menschheitserlebnisses zur anderen, da befindet sich gleichsam das, was hereinragt aus der alten Epoche, mit demjenigen, was da kommt in der neuen Zeit, in einem Kampfe; denn die Dinge sind ja noch nebeneinander. Der Vater ist auch noch da, wenn der Sohn schon lange lebt. Trotzdem ist der Sohn das, was vom Vater herstammt. Die Eigenschaften des vierten Zeitalters, des griechisch-lateinischen, waren da, aber es ragten noch bei Menschen und Völkern die Eigenschaften des dritten, des ägyptisch-chaldäischen Zeitalters herein. Das geht in der Entwickelung selbstverständlich ineinander. Aber das, was so als ein neu Aufgehendes und Altherkommendes nebeneinander lebt, versteht sich nicht mehr gut. Das Alte versteht das Neue nicht. Das Neue muß sich gegen das Alte wehren, muß sein Leben gegenüber dem Alten behaupten. Das heißt, das Neue ist da, aber die Vorfahren, die ragen noch mit ihren Eigenschaften in ihren Nachkommen herein aus dem alten Zeitalter, die Vorfahren, die nicht das Neue mitgemacht haben. So können wir den Übergang vom dritten Menschheitszeitalter in das vierte charakterisieren.

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Cite: GA 142/1912-12-31/p030 · edition original