I. Die Menschlichen Seelenbetätigungen im Wandel der Zeiten

GA 143/1912-01-14/p005 ·1912-01-14 · original (original)
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Aber was geht das uns an, die wir eine solche unmittelbare Anschauungsgewißheit nicht haben? — möchten die anderen fragen. Für uns kann es doch nur dazu führen, daß wir das glauben, was der Geistesforscher sagt. - Nun ist von mir immer betont worden, daß die Sache nicht so liegt. Zwar können die Dinge der höheren Welt nur dadurch gewußt werden, daß man in diese eindringt; aber wenn sie dann nur logisch dargestellt werden, ist es so, daß jeder sie begreifen kann, wenn er seine Vernunft in richtiger Weise anwendet, so daß er sich sagen kann: Alles, was da gesagt wird, stimmt mit den Tatsachen mehr überein als alles, was durch eine andere Philosophie gesagt wird. — Wir können also unsere Vernunft ruhig anwenden und finden, daß aus der Logik, die den Dingen zugrunde liegt, die Sache schon begriffen werden kann. Zwar ist es nicht so leicht, aber es kommt doch dazu, daß auch der Nichtschauende sich eine ganz gegründete Überzeugung bilden kann.

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