I. Die Menschlichen Seelenbetätigungen im Wandel der Zeiten

GA 143/1912-01-14/p012 ·1912-01-14 · original (original)
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Wenn man auf solche Dinge achtgibt, wird man bald bemerken, daß Gemütsbewegungen ein größeres Hemmnis als Vorstellungen beim Übergehen in den Schlafzustand geben, und insbesondere Gemütsbewegungen, die zusammenhängen mit den intensivsten Interessen des Ich. Wenn der Mensch ein besonderes Ereignis, das ihn erwartet, vor sich hat, schläft er oft wochenlang nicht. Versuchen Sie es nur einmal: Ein Ereignis, das mit einer gewissen Sicherheit eintreten muß, zum Beispiel das Auftreten eines Kometen — wenn Sie nicht gerade ein Astronom sind, der sein Ich-Interesse dabei hat -, das wird Sie recht gut einschlafen lassen. Den Astronomen nicht, weil er gerechnet hat und sorgenvoll wartet, ob seine Rechnung stimmt.

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