{"corpus":"steiner","locus":"GA 143/1912-04-16/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir dagegen von dem inneren Wege zum Christus sprechen, dann begegnen wir immer mehr und mehr Dingen, welche erst verstanden und empfunden werden können in der Gegenwart, wenn man mit richtigem geisteswissenschaftlichem Verständnis an sie herantritt. Es soll versucht werden, von der inneren Christus-Erfahrung so zu sprechen, daß man sehen kann, wie sie in jedem Menschen, von irgendeiner Überlieferung unalihängig, sich einstellen kann. Allerdings müssen wir dazu die menschliche Wesenheit betrachten mit den Erkenntnissen, die wir durch Geisteswissenschaft gefunden haben. Wenn wir uns vertiefen in diese Erkenntnisse, dann finden wir, daß auch die elementarsten Erkenntnisse fruchtbar werden, wenn wir sie anwenden auf das Leben. Es zeigt sich uns, daß man herauskommt aus der abstrakten Schematik über die sieben Glieder des Menschen, wenn man das Werden und Entstehen des Menschen ins Auge faßt. Der physische Menschenleib hat seine besondere Entwickelung in den ersten sieben Lebensjahren. Wir merken ferner, daß in den zweiten sieben Lebensjahren, vom Zahn-wechsel bis zur Geschlechtsreife, im Menschenwesen die Kräfte des ätherischen Leibes spielen. Dann beginnen im Menschen die Kräfte des astralischen Leibes zu spielen, und dann erst, um das zwanzigste oder einundzwanzigste Jahr herum, beginnt - je nachdem, wie seine ganze Organisation ist und je nachdem, wie die Kräfte in ihm sind - dasjenige im Menschen, was auftritt als Ich, als Träger des Ich mit der Kraft, die es eigentlich hat durch seine Organisation für das gesamte Leben des Menschen als Träger des Ich. Es wird eigentlich in unserer heutigen Zeit noch nicht viel bemerkt, daß der Träger des Ich erst recht lebensfähig wird im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahre, weil die Gegenwart noch nicht geneigt ist, auf diese Dinge zu achten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"DIE DREI WEGE DER SEELE ZU CHRISTUS Erster Vortrag, Stockholm.","site_heading":null,"date":"1912-04-16","location":null,"word_count":275,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/143/1912-04-16/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/143/1912-04-16/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/143/1912-04-16/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}