Vorverkündigung und Heroldtum des Christus-Impulses Der Christus-Geist und seine Hüllen: eine Pfingstbotschaft

GA 143/1912-05-08/p019 ·1912-05-08 · original (original)
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Wenn wir die anderen Bilder Raffaels nehmen, so müssen wir sagen: Von dem, was Päpste und Kardinäle dazumal geleistet, der Menschheit gegeben haben, ist wahrhaftig nichts geblieben. In jener Zeit hat Raffael so gewirkt, daß es heute erst wahrhaft lebt. Wie wenig man ihn in früheren Zeiten verstand, das kann man daran ersehen, daß Goethe in Dresden nicht etwa die Sixtinische Madonna bewunderte; denn er hatte von dem Museumsbeamten gehört, was damals allgemeine Meinung war, das Jesuskind habe im Gesichtsausdruck etwas Gemeines, die beiden Engel unten könne überhaupt nur ein Stümper hinzugemalt haben, die Madonna selbst könnte so, wie wir sie sehen, nicht von Raffael herrühren, sie müsse übermalt worden sein. - Wir können die ganze Literatur des 18. Jahrhunderts durchgehen, wir finden kaum etwas über Raffael, selbst Voltaire erwähnt ihn nicht.

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