Zur Synthese der Weltanschauungen Eine vierfache Heroldschaft

GA 143/1912-05-16/p006 ·1912-05-16 · original (original)
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Was hat da Max Müller gesagt? Sein Urteil ist etwas grotesk und zeigt, daß ein Gelehrter nicht gerade in der Logik fest beschlagen zu sein braucht. Er hat gemeint, die Leute laufen der Blavatsky nach, die ihnen doch nur eine ganz falsche Darstellung der orientalischen Religionen gäbe, während sie die wahre Darstellung derselben nicht berücksichtige, die zum Beispiel er, Max Müller, gibt. Und er gebrauchte folgenden Vergleich: Ja, wenn die Leute so auf der Straße laufen und ein wirkliches Schwein sehen, das da grunzt, so sind sie nicht besonders verwundert darüber, aber wenn sie einen Menschen sehen, der wie ein Schwein grunzt, so macht das Aufsehen. - Er wollte vergleichen dasjenige, was auf naturgemäße Weise die orientalischen Religionssysteme gibt, nämlich seine Art von Religionsvergleichung, mit dem Schwein, das auf natürliche Weise grunzt - ich mache ja nicht den Vergleich! - und wollte vergleichen das, was die H. P. Blavatsky gegeben hat, mit einem Menschen, der so grunzt, Nun, über das Geschmackvolle des Vergleiches will ich gar nicht sprechen; denn es dünkt mich gar nicht sehr logisch: etwas überrascht wäre ich doch, wenn mir ein Mensch begegnete, der täuschend grunzen könnte. Aber ich würde ja auch nicht, wirklich nicht, den anderen Vergleich der vergleichenden Religionswissenschaft mit dem besagten Tier gebrauchen, und es ist sonderbar, daß Max Müller ihn selber gebraucht hat.

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