Zur Synthese der Weltanschauungen Eine vierfache Heroldschaft
Dem widerspricht nicht, daß die Erde einmal auf der einen und das andere Mal auf der anderen Hälfte schläft. Ähnliches ist in gewisser Beziehung auch beim Menschen der Fall. Derjenige, der die Vorgänge hellseherisch verfolgt, sieht, wie es im Frühling geradeso ist wie beim menschlichen Einschlafen, wo der einzelne Geist sich zurückzieht in die astralische Welt; er sieht, daß sich im Frühling dasjenige, was wir die Erdengeister nennen, in dieastralische Welt zurückzieht, und umgekehrt. Ja, die heutige Menschheit -— mit Ausnahme derer, die hier sitzen würde wahrscheinlich ein helles Gelächter anstimmen, wenn man. so vom Einschlafen und Aufwachen der Erdengeister reden würde. Das glaubt man dieser Menschheit; sie tut ja alles, um zu beweisen, daß sie keine Ahnung hat von den wirklichen Vorgängen der Welt. Es war aber nicht immer so, durchaus nicht, sondern es war früher auch einmal anders! Es gab nämlich ein altes menschliches Hellsehen, und das hat diese Tatsachen richtig gesehen. Da hat man gesehen, daß dasjenige, was Erdengeister sind, sich zurückzieht im Frühling, um sozusagen hinaufzugehen in kosmische Höhen. Im Herbst steigen diese Geister wieder herunter. Das hat man in alten Zeiten gesehen. Da war es natürlich, darauf hinzuweisen, daß in der Mitte des Sommers etwas vorliegt wie ein Abwesendsein des eigentlichen Erdengeistigen von der Erde. Dafür findet statt ein Aufschießen der Elementarnaturgeister wie in einem Paroxysmus, und ein Zurückbleiben dessen, was irdischleiblich an der Erde ist, was also durch das Sinnliche hervortritt. Wollte man das anschaulich machen: man konnte das nicht besser als dadurch, daß man das Johannifest just in diese Zeit verlegte, um hinzuweisen darauf, wie gerade die sprießenden Naturgeister wirken und die eigentlichen Geister der Erde, die das Ich und der Astralleib der Erde sind, weg sind.
Cite:
GA 143/1912-05-16/p024 · edition original