Zweiter Vortrag
Versucht man nun das Leben solcher Menschen zurückzugehen bis vor die Zeit, da sie die Pforte des Todes durchschritten haben, dann findet man immer bei denjenigen Menschen, die sich das eben erwähnte Schicksal bereitet haben, daß sie in ihrem Leben auf dem physischen Plan Mangel an Gewissenhaftigkeit, Mangel an Verantwottlichkeitsgefühl gehabt haben. Das ist ein ständiges Gesetz, welches sich dem Seher zeigt, daß Seelen, die durch die Pforte des Todes schreiten, und die vorher gewissenlose Seelenanlagen gehabt haben oder in Gewissenlosigkeit gelebt haben, sich zu einer bestimmten Zeit zwischen dem Tode und der neuen Geburt zu den Dienern machen derer, die mitarbeiten müssen an dem Hereintragen von Seuchen, Krankheiten und unzeitigen Toden in die physisch-sinnliche Welt. Da sehen wir naturgemäßes Geschehen, dem diese Seelen unterliegen, und von dem wir nicht sagen können, es sei, wie eine Kristallisation oder wie der Stoß zweier elastischer Kugeln oder dergleichen, unabhängig von irgendwelchen moralischen Fehlern; sondern an dem, was da geschieht, was diese Seelen uns zeigen, schen wir, wie sich in den höheren Welten durcheinandermischt dasjenige, was als Naturgesetzmäßigkeit in den höheren Welten wirkt, mit der moralischen Weltordnung. Wie die Dinge in den höheren Welten geschehen, das hängt ab von Wesenheiten, an denen das eine oder das andere geschieht, jenachdem diese sich moralisch in die Welt hineingestellt haben.
Cite:
GA 144/1913-02-04/p010 · edition original