Zweiter Vortrag

GA 144/1913-02-04/p025 ·1913-02-04 · original (original)
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Nun ist es wichtig und notwendig, um in regelrechter Weise in die höheren Welten hinaufzuwachsen, um wirklich die Erlebnisse zu haben, welche den spirituellen Realitäten entsprechen, daß man zuerst dasjenige durchmacht, was einen bekannt macht mit dem ganz Andersartigen der spirituellen Welt, als die physische Welt ist. Das lernt man zur Genüge kennen, wenn man die Folgen der Bequemlichkeit, die Folgen der Gewissenlosigkeit für das Erleben der Seele in der Zeit zwischen dem Tode und der neuen Geburt als Scher prüfen und beobachten kann, und noch manches andere. Durch diese Dinge muß der Seher sozusagen seine eigene Seele aufschließen für wesentlich andere Verhältnisse, als es die des physischen Planes sind. Dann erst wird er reif dazu, sich hineinzuleben in den geistigen Kosmos, zu erkennen den inneren Zusammenhang von Ich und astralischem Leib mit dem Kosmos. Alles frühere Theoretisieren ist eigentlich dann ein Spiel mit Worten, wenn der Moment eingetreten ist, der jetzt eben geschildert worden ist, wo man erlebt hat, daß der Mensch in bezug auf die höchsten Glieder seiner Wesenheit nicht nur zur Erde gehört, sondern heimisch ist im ganzen Kosmos. Man weiß dann auch, daß abends beim Einschlafen jeder Mensch, wenn er herausgetreten ist aus physischem Leib und Ätherleib, zusammenwächst mit Kräften, die kosmische Kräfte sind, sich Stärkung sucht aus der ganzen Welt und die Kräfte, die er vom Einschlafen bis zum Aufwachen gesammelt hat, hereinträgt beim Aufwachen in die physische Welt, um sie dort zu verwenden. Den Zusammenhang mit dem Kosmos erlebt man auf einer bestimmten Stufe des Mysterienwesens. Von dieser Stufe wollen wir morgen ausgehen.

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