Vierter Vortrag
Zwölf waren es, die umgeben waren von einer Schar anderer Menschen, sie waren aber die Hauptritter. Die anderen Menschen stellten gleichsam das Sternenheer dar, in sie flossen die Inspirationen ein, die mehr zerstreut im Weltenraume waren; in die zwölf Ritter aber die Inspirationen, die von den zwölf Richtungen des Tierkreises herkamen. Und die Inspirationen, welche von den spirituellen Kräften von Sonne und Mond herkamen, waren dargestellt durch König Artus und seine Gemahlin Ginevra. So hatte man den vermenschlichten Kosmos in «König Artus’ Tafelrunde». Das, was man nennen kann die hohe pädagogische Schule für die Empfindungsseele des Westens, das ging aus von König Artus’ Tafelrunde. Daher wird uns erzählt - und die Legende berichtet hier in Bildern äußerer Tatsachen von inneren Geheimnissen, die in der Morgenröte jenes Zeitraumes mit der Menschenseele geschahen -, wie die Ritter von König Artus’ Tafelrunde die Erde durchwanderten und Ungeheuer und Riesen töteten. Was hier in äußeren Bildern dargestellt wird, deutet hin auf jene Bemühungen, die mit den Menschenseelen gemacht worden sind, welche vorwärtskommen sollten in bezug auf die Läuterung und Reinigung derjenigen Kräfte des astralischen Leibes, die sich eben in jenen Bildern für den Seher ausdrückten, in den Bildern von Ungeheuern und Riesen und dergleichen. Alles, was also die Empfindungsseele durchleben sollte durch das neuere Mysterienwesen, das ist gebunden an die Vorstellungen von König Artus’ Tafelrunde.
Cite:
GA 144/1913-02-07/p012 · edition original