{"corpus":"steiner","locus":"GA 144/1913-02-07/p028","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Denn im Grunde genommen sind sie noch immer vorhanden, wenn auch in anderer Gestalt, die Nachwirkungen Klinschors und der Iblis. Insbesondere stehen wir gegenwärtig vor einer Zeitepoche, in der diese Wirkungen, diese Attacken, die von Klinschor und der Iblis ausgehen und die Menschen nach und nach ergreifen, sich auch hineinschleichen in das intellektuelle Leben, in dasjenige intellektuelle Leben, das zusammenhängt mit der modernen Bildung, mit der Popularisierung der modernen Wissenschaft. Was schon seit langem der Mensch lernt, was man betrachtet als das, was richtig ist, dem Kinde beizubringen und es im Kinde heranzuzüchten, und das, was zum Bodensatze der neueren Bildung genommen wird, das ist ja nicht bloß danach zu beurteilen, ob jemand, der glaubt, ganz gescheit zu sein, sagt, er sehe die Dinge ein, und sie seien absolut wahr, sondern alles ist danach zu beurteilen, wie es auf die Seelen wirkt, wie es die Seelen befruchtet, was es für Eindrücke auf die Seelen macht. Und wenn man in dem Sinne eben gescheiter und gescheiter wird, wie es heute Mode ist, den Menschen «gescheit» zu nennen, so entwickelt man in seiner Seele solche Kräfte, die in dieser Inkarnation vielleicht sich sehr fähig erweisen, das große Wort zu führen da, wo man materialistisch oder monistisch leben will; aber dann veröden gewisse lebendige Kräfte, die im Organismus des Menschen sein sollen. Und wenn eine solche Seele, die nur diesen eigentümlichen Bodensatz moderner Bildung in sich aufgenommen hat, dann in die nächste Inkarnation hineinkommt, so fehlen ihr die Kräfte, um den Organismus ordentlich aufzubauen. Je verstandesmäßiger, «gescheiter» man in einer früheren Inkarnation ist in bezug auf die Zeit, der wir entgegengehen, desto «blödsinniger» ist man in einer späteren Inkarnation. Denn jene Kategorien und Begriffe, die sich nur auf das äußere sinnliche Dasein und auf solche Ideen beziehen, die das äußere sinnliche Dasein zusammenhalten, stellen eine solche Konfiguration in der Seele her, die noch so fein sein mag in intellektueller Beziehung, die aber die intensive Kraft verliert, um auf das Gehirn zu wirken und sich des Gehirns zu bedienen. Und sich des Gehirns nicht bedienen können im physischen Leben, heißt eben blöde sein.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Vierter Vortrag","site_heading":null,"date":"1913-02-07","location":null,"word_count":349,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/144/1913-02-07/p028","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/144/1913-02-07/p028"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/144/1913-02-07/p028","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}