Fünfter Vortrag
Nach dem, was gesagt worden ist, würde bei dem Choleriker der untere Teil des Ätherleibes ganz besonders hervorragend ausgebildet sein; er würde hervorstechen über die anderen Teile, dadurch würde der Mensch ein Choleriker sein. Die anderen Teile sind natürlich auch entwickelt, aber der untere Teil würde besonders hervorstechen. Wenn nun der untere Teil des Ätherleibes besonders als Ätherleib ausgebildet ist, da drinnen seine starken Kräfte hat, dann tritt immer ein anderes ein: daß nämlich der physische Leib in diesen Partien etwas zu kurz kommt, daß der physische Leib gewisse mangelnde Ausbildungen nach jener Richtung zeigen kann, die diesem Teil des Ätherleibes unterliegen. Es würde also daraus sich ergeben, daß bei ausgesprochenen Cholerikern, die im Leben als solche auftreten, der anatomische Befund für gewisse Organe, die diesem Teil des Ätherleibes entsprechen, eine Art Zukurz-Kommen aufweist. Bitte lesen Sie den anatomischen Befund über einen Napoleon, und Sie werden frappiert sein von dem, was sich Ihnen da als Beleg darstellen wird. Wenn man anfangen wird zu studieren diese verborgenen Seiten der Menschennatur, dann wird man dies erst in Wirklichkeit begreifen lernen.
Cite:
GA 145/1913-03-23_02/p024 · edition original