Elfter Vortrag
Es wächst tatsächlich der physische Leib einer immer und immer weiter in okkulte Entwicklung dringenden Persönlichkeit für den hellseherischen Blick. Und man kann sagen: Wenn man es mit jemand zu tun hat, der in einer wirklichen okkulten Entwicklung begriffen ist, so hat man den Anblick so, daß, wenn man ihm in einer bestimmten Zeit begegnet, dasjenige, was der hellseherische Blick als physischen Leib sieht, eine bestimmte Größe hat; begegnet man ihm nach Jahren wieder, so ist dieser physische Leib gewachsen, wesentlich größer geworden. Es gibt also ein solches Wachsen des physischen Leibes über die gewöhnliche physische Größe hinaus; nur ist das verbunden damit, daß dieser physische Leib schattenhafter wird. Man bemerkt aber dann: Wenn der Betreffende sich entwickelt hat, so zeigt er einem einen immer mehr und mehr sich vergrößernden physischen Leib; der ist aber sozusagen aus einzelnen Teilen zusammengesetzt, und diese einzelnen Teile stellen sich einem dar in demjenigen, was man im okkulten Leben Imagination nennt. Immer mehr zeigt sich der physische Leib einer in okkulter Entwicklung begriffenen Persönlichkeit als eine Summe von Imaginationen, von gewissermaßen innerlich lebendigen und regsamen Bildern; und diese Bilder sind oder werden vielmehr immer interessanter, denn diese Bilder sind nicht beliebig. Sie sind zuerst, wenn der Betreffende im Anfang der okkulten Entwicklung ist, noch nicht besonders bedeutsam; am wenigsten sind sie bedeutsam, wenn der hellseherische Blick den noch nicht okkult entwickelten Menschenleib betrachtet.
Cite:
GA 145/1913-03-29/p004 · edition original