Elfter Vortrag

GA 145/1913-03-29/p017 ·1913-03-29 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Die Empfindungsseele wird vorzugsweise dadurch allmählich ausgeschaltet, daß man den astralischen Leib überhaupt überwindet, Weltinteressen zu den seinigen macht und dadurch immer mehr und mehr über das persönliche Empfinden hinauskommt; dadurch verwandeln sich Empfindungsseele, alle inneren Impulse, inneren Leidenschaften und Affekte, in Intuitionen. Und an die Stelle der Empfindungsseele tritt die Intuitionsseele. - So daß wir jetzt rechts hier (siehe Schema Seite 186) aufzeichnen können den okkult entwickelten Menschen, von dem wir sagen: Er besteht auch aus astralischem Leib, Ätherleib und physischem Leib, aber innerlich aus der Intuitionsseele, der Inspirationsseele, der Imaginationsseele, was dann ins Geistselbst übergeht. Und jetzt können Sie aus dem Schema, das richtig die Tatsachen der okkulten Beobachtung wiedergibt, von den Ergebnissen der Vorträge sozusagen behalten, wie der Mensch durch den Grad seiner moralischen Entwicklung sich seine okkulte Entwicklung beeinflußt. Was ist denn ein Mensch, der noch ganz erfüllt ist von persönlichen Affekten, persönlichen Leidenschaften, der unter dem Eindruck von, man möchte sagen, menschlichen Instinkten handelt? Ein solcher Mensch lebt noch ganz in seiner Empfindungsseele; der moderiert seine Instinkte nicht durch Verstandesbegriffe, geschweige denn durch die Ausbildung seines Bewußtseins; der ist sozusagen, wenn ich jetzt die moralische Entwicklung in die Mitte hereinzeichne als diesen Strich (Seite 186, kleinster Pfeil), ist gleichsam nur bis zu der Empfindungsseele hierher entwickelt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/145/1913-03-29/p017.json
Cite: GA 145/1913-03-29/p017 · edition original