Siebenter Vortrag

GA 146/1913-06-03/p007 ·1913-06-03 · original (original)
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In bezug auf Sinneswahrnehmungen wird diese Vorstellung schon eher vollzogen werden können. Denken wir uns einmal, wir seien in einem Walde, wo viele, viele Vögel singen. Mitten darin sind wir in diesem Vogelgesang. Nehmen wir nun aber an, wir entfernten uns immer mehr und mehr, wir gingen aus dem Walde heraus, wir hörten den Vogelsang immer weniger, kämen an einen Ort, wo wir ihn nicht mehr hören könnten, aber wir gingen noch weiter: dann muß das Verringertwerden des Hörens doch auch weiter gehen. Wir kommen zur Stille, aber wenn wir weiter gehen, doch auch in bezug auf den Vogelgesang zu dem, was unter der Stille, unter der Ruhe ist. Sie sehen, daß dieser zweite Gedanke, diese zweite Vorstellung schon besser zu vollziehen ist als die erste. Daß es gerade eine Grenze gibt, wo wir nichts mehr hören, können wir uns leicht vorstellen. Aber wir können uns auch noch vorstellen, daß wir weiter gehen können, wobei wir sogar weniger als nichts hören.

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Cite: GA 146/1913-06-03/p007 · edition original