Siebenter Vortrag
Was in diesem trivialen Beispiele da ist, ist in der Tat in der Welt auch da. Alle philosophischen Deklamationen von dem «Nichts», von dem «Gehen bis zum Nichts» und so weiter sind eigentlich im Grunde genommen, wenn sie auch oftmals mit axiomatischer Prätention auftreten, Wischiwaschi, so etwas, was ein verschwimmendes Nichts ist. Richtig selber wie ein verschwimmendes Nichts sind diese Axiome. Nichts sind diese Axiome über das Nichts. Es ist durchaus richtig, daß das Etwas, das physische Etwas heruntervermindert werden kann bis zu dem Nichts, und dann noch weiter, zum Weniger-als-Nichts. Es ist durchaus richtig, daß dieses Nichts überall ein realer Faktor ist. Die Welt, die uns umgibt, die wir als Naturkräfte kennen, müssen wir uns, so wie sie im mineralischen, pflanzlichen, tierischen Reich uns entgegentritt, bis ins Nichts heruntergemindert denken, dann aber noch weiter, unter das Nichts heruntergemindert: dann kommen die Kräfte heraus, welche die schöpferischen Kräfte sind, wenn der Mensch schläft. So verhalten sich die Kräfte, die den Menschen regenerieren, wenn er schläft, zu den gewöhnlichen Naturkräften, die um uns herum sind.
Cite:
GA 146/1913-06-03/p009 · edition original