Zweiter Vortrag

GA 147/1913-08-25/p018 ·1913-08-25 · original (original)
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Da sehen wir also, wie das ahrimanische Prinzip ganz besonders eingreifen kann, wenn es seine Grenzen überschreitet und der allgemeinen Weltenordnung entgegenwirkt, wie da ganz besonders dieses ahrimanische Prinzip aus der Verkehrung seiner regelrechten Tätigkeit zum Bösen werden kann. Es gibt kein absolutes Böses. Alles Böse entsteht dadurch, daß etwas, was in irgendeiner Weise gut ist, in einer anderen Weise in der Welt verwendet wird; dadurch wird es in das Böse verkehrt. In einer ähnlichen Weise kann das luziferische Prinzip, das zu so Erhabenem, Großartigem den Anlaß geben kann, gerade für die hellsichtig gewordene Seele gefährlich, bedeutsam gefährlich werden. Und das geschieht im umgekehrten Falle. Jetzt haben wir den Fall betrachtet, wenn eine Seele in der geistigen Welt nascht, also darinnen wahrnimmt, und, wenn sie zurückkommt in die physisch-sinnliche Welt, nicht sich sagt: Jetzt darfst du dich nicht dieses Vorstellungslebens bedienen, das für die geistige Welt paßt, — dann ist sie in der physisch-sinnlichen Welt dem ahrimanischen Einfluß ausgesetzt. Aber es kann das Umgekehrte stattfinden; es kann die Menschenseele hineintragen in die geistige Welt das, was nur der physisch-sinnlichen Welt angehören soll, und das ist die Empfindungs-, die Gefühls-, die Affektweise, die die Seele notwendigerweise bis zu einem gewissen Grade in der physisch-sinnlichen Welt entwickeln muß. Alles das, was an Leidenschaften und so weiter die Seele sich ausbildet in der physisch-sinnlichen Welt, darf nicht hineingetragen werden in die geistige Welt, wenn es nicht in bedeutsamer Weise den Anfechtungen und Verlockungen Luzifers verfallen soll.

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