Zweiter Vortrag

GA 147/1913-08-25/p021 ·1913-08-25 · original (original)
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Damit das richtige Verhältnis zustande kommt bei dem Erwachen der Maria, mußte Maria in dem Moment, wo die geistige Welt in solcher Gewalt auf sie hereinbrechen sollte, eben so dargestellt werden, daß es im Grunde genommen für einen Menschen, der, sagen wir, so ein niedliches Kritikerchen wäre aus unserer Gegenwart, recht absurd erscheint. Denn so ein niedliches Kritikerchen könnte sagen: Da hat sich die ägyptische Szene abgespielt, und dann sitzt diese Maria da, wie wenn sie vom Frühstück gekommen wäre, und erlebt diese Dinge in einer Weise, daß jedes dramatische Leben fehlt. — Und dennoch, alles andere wäre unwahr auf dieser Entwickelungsstufe. Wahr ist allein jene Gelassenheit auf dieser Entwickelungsstufe, da die Strahlen, das Licht des Geistigen hereinfallen. So sehen wir, daß es von der Seelenstimmung abhängt, die in sich fertig sein muß mit all den Affekten und Leidenschaften, die nur für die physisch-sinnliche Welt Bedeutung haben, wenn die Seele über die Schwelle der geistigen Welt in der richtigen Weise treten soll und nicht in der geistigen Welt die notwendige Konsequenz der gebliebenen sinnlichen Empfindungsweise erleben will.

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