{"corpus":"steiner","locus":"GA 147/1913-08-25/p022","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ahriman ist ein mehr geistiges Wesen; was er an unrechtmäßiger Tätigkeit, an unrechtmäßiger Schöpfertätigkeit entwickelt, fließt sozusagen in die allgemeine Sinneswelt hinein. Luzifer ist ein mehr seelisches Wesen; was er an fühlsamen Seelenelementen herausziehen will aus der Sinneswelt, will er einverleiben seinem besonderen luziferischen Reich, in welchem er jedem Menschen — gemäß dem den Wesen eingepflanzten Egoismus — sozusagen die größte Möglichkeit willkürlicher Unabhängigkeit sichern will. Man sieht daraus eben, daß es sich bei der Beurteilung von solchen Wesenheiten, wie Ahriman und Luzifer, nicht darum handeln kann, sie einfach als gut oder böse zu bezeichnen, sondern darum, aufzufassen, welches die rechtmäßige Tätigkeit, das eigentliche Reich dieser Wesenheiten ist, und wo ihre unrechtmäßige Tätigkeit, wo die Überschreitung ihrer Grenze beginnt. Denn dadurch, daß sie ihre Grenze überschreiten, verlocken sie den Menschen zum unrechtmäßigen Überschreiten der Grenze in die andere Welt hinein mit den Fähigkeiten und Gesetzen der einen Welt. Von dem Erlebten beim Herüber- und Hinübergehen über die Grenze zwischen der physisch-sinnlichen und der übersinnlichen Welt handeln insbesondere die Bilder von «Der Seelen Erwachen». Heute wollte ich den Anfang machen, indem ich einiges von dem schilderte, was beachtet werden muß an dem Grenzgebiet zwischen der sinnlichen und übersinnlichen Welt. Morgen wollen wir dann mit dieser Betrachtung weiterfahren.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1913-08-25","location":null,"word_count":206,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/147/1913-08-25/p022","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/147/1913-08-25/p022"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/147/1913-08-25/p022","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}