Fünfter Vortrag

GA 147/1913-08-28/p014 ·1913-08-28 · original (original)
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Nun muß ich hinzufügen, daß Capesius dieses, was ich jetzt erzählt habe, in einer Zeit passiert ist, in welcher er schon mit Benedictus bekannt war, sozusagen ein guter Schüler desselben war. Und er hatte oftmals von Benedictus erzählen hören, wie es sich mit dem luziferischen und dem ahrimanischen Element verhält. Trotzdem der Professor Capesius ein sehr kluger Mensch ist, konnte er aber nie so ganz zurechtkommen mit den Auseinandersetzungen des Benedictus über das luziferische und das ahrimanische Element. Es blieb immer ein Rest; er wußte mit den Erklärungen des Benedictus doch nichts Rechtes anzufangen. So ging er denn diesmal weg, behielt in der Seele die Erzählung von der Burg, die sich vervielfältigte, und mußte oftmals, fast täglich an diese Erzählung denken. Da kam er wiederum einmal zu Benedictus, und siehe da, Benedictus konnte jetzt bemerken, daß etwas vorgegangen war in der Seele des Capesius. Capesius selber hatte bemerkt: Jedesmal, wenn er sich an die Erzählung von der Burg, die sich vervielfältigte, erinnerte, wurde seine Seele eigentümlich innerlich angeregt. Es war, wie wenn diese Erzählung kräftebildend in seiner Seele gewirkt hätte, wie wenn seine Seele durch sie erkraftet worden wäre. Daher wiederholte er die Erzählung immer wieder und wiederum wie meditierend. Und nun kam er wieder zu Benedictus, der bemerkte, daß diese Seelenkräfte in sich erkraftet waren. Und Benedictus setzte ihm in eigenartiger Weise jetzt das Folgende auseinander.

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