First Berlin Lecture

GA 148/1913-10-21/p007 ·1913-10-21 · original (original)
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Wenn man über eine solche Begründung nachdenken und sie nachempfinden muß, ist es ja dann so naheliegend, daran zu denken, wie nicht nur im einzelnen menschlichen Leben, sondern in der ganzen menschlichen Erdenentwickelung Karma wirkt. Im einzelnen Menschenleben wirkt sozusagen das kleine Karma; im Ganzen der Erden- und Menschheitsentwickelung wirkt das große Karma. Und das ist der große erhebende Gedanke, den man fühlen darf: Indem gerade auf spirituellem Boden so etwas geschieht, ist man in einer gewissen Weise - und sind es alle anthroposophisch Strebenden, die an der Sache beteiligt sind — das Werkzeug, wenn auch nur das geringe, so doch das Werkzeug des Geistes, der durch das Weltenkarma wirkt und seine Taten schafft. Dieses Sich-Verbundenfühlen mit dem Geiste des Weltenkarmas, das ist ja die bedeutsame große Empfindung, das Gefühl, in das sich immer wieder und wieder alles zusammenschlieBen soll, was wir an anthroposophischen Betrachtungen pflegen können. Dieses Gefühl ist das, was der Seele Ruhe geben kann dann, wenn sie Ruhe braucht, was der Seele Harmonie geben kann, wenn sie der Harmonie bedarf, was ihr aber auch Kraft, Wirkensfähigkeit, Ausdauer und Energie geben kann, wenn sie Kraft, Wirkensfähigkeit, Ausdauer und Energie braucht.

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