Second Berlin Lecture

GA 148/1913-11-04/p005 ·1913-11-04 · original (original)
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Nun möchte ich an das erinnern, was ich auch hier an diesem Orte öfter vorgebracht habe: daß im Beginne unserer Zeitrechnung zwei Jesusknaben geboren worden sind. Wir wissen das ja schon, und wir wissen auch, daß der eine der beiden Jesusknaben so geboren worden ist, daß in ihm das Ich, die Geistwesenheit des Zarathustra verkörpert war, daß dieser Jesusknabe dann ungefähr bis zu seinem zwölften Jahre mit dieser Geistwesenheit des Zarathustra gelebt hat, bis zu jenem Zeitpunkte, den das Lukas-Evangelium so schildert, daß die Eltern den Jesus nach Jerusalem geführt haben, ihn dann verloren haben, und daß er gefunden wurde unter den Schriftgelehrten, denen er in einer Weise, die sie und die Eltern in Verwunderung setzte, die Lehren ausgelegt habe, zu deren Auslegung sie selber berufen waren. Aufmerksam darauf habe ich gemacht, daß diese Szene, wie sie im Lukas-Evangelium geschildert wird, in Wahrheit darauf hinweist, daß das Ich des Zarathustra, das also durch ungefähr zwölf Jahre in dem einen Jesusknaben gelebt hat, hinüberzog in den anderen, jetzt ebenfalls zwölfjährigen Jesusknaben, der bis dahin von einer ganz anderen Geistesart gewesen war; so daß wir jetzt jenen Jesusknaben haben, der aus der nathanischen Linie des Hauses David stammt, und der das Zarathustra-Ich bis zum zwölften Jahre nicht in sich hatte, es aber von jetzt ab in sich hat.

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